Beitrag von Stina Berghaus, REMIRA GmbH, welchen wir mit freundlicher Genehmigung publizieren.
Was als Hype begann, ist heute ein Must-have: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Supply Chain Management schafft da Vorteile, wo Prozesse früher an Transparenz, Kapazitäten oder Reaktionszeit gescheitert sind. Moderne KI-basierte Softwarelösungen für Absatzprognosen und Bestandsmanagement setzen genau hier an. Sie liefern zuverlässige Forecasts, reagieren dynamisch auf Veränderungen und ermöglichen im Bestandsmanagement einen hohen Automatisierungsgrad, der Mitarbeitende entlastet und die Wertschöpfung signifikant verbessert.
Die Nachfrageplanung war schon immer ein Balanceakt zwischen Überstand und Fehlmengen – und ein politisches Thema zwischen den Interessen von Vertrieb und Logistik. Während der Vertrieb höchstmögliche Verfügbarkeiten anstrebt, kämpft die Logistik mit eingeschränkten Lagerkapazitäten und hoher Kapitalbindung. Insbesondere die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie fragil globale Lieferketten sein können und welche Auswirkungen das auf die Planung hat. Handelsbarrieren, Energiepreis-Schwankungen und unvorhersehbare Nachfrageverläufe führen dazu, dass traditionelle Prognosemodelle an Aussagekraft verlieren. Auch häufige Sortimentswechsel und Omnichannel-Modelle, die Nachfrage über viele Kanäle verteilen, machen Prognosen komplexer denn je. Zeitreihenanalysen oder einfache Regressionsmodelle können diese Komplexität kaum noch zuverlässig abbilden.
KI-basierte Prognosen hingegen analysieren grosse Datenmengen, erkennen Muster automatisch und passen sich kontinuierlich an neue Situationen wie Trends oder Lieferinformationen an. Zusätzlich sind sie in der Lage, sich selbst zu trainieren und ihre Leistungen dadurch kontinuierlich zu verbessern.
Wie funktionieren KI-Prognosen?
KI-basierte Absatzprognosen bestehen aus einer Reihe intelligenter Verarbeitungsschritte, die weit über klassische Methoden hinausgehen. Zu diesen Schritten gehören unter anderem:
- Automatische Saison- und Trendanalyse
- Automatische Wochen- und Monatsprofile
- Erkennung und Korrektur von historischen Ausreissern
- Integration externer Einflussfaktoren
- Intelligente Auswahl der besten Prognosemethode
Dadurch entsteht ein Forecast, der nicht nur die Vergangenheit abbildet, sondern zukünftige Entwicklungen antizipiert. Die Modelle lernen kontinuierlich dazu und verbessern ihre Genauigkeit mit jedem neuen Datensatz.
Konkrete Vorteile der AI-Forecasts KI-Prognose
KI-Prognosen entfalten ihren Nutzen branchenübergreifend in nahezu allen Bereichen der Wertschöpfungskette. Unternehmen profitieren unter anderem von:
- Weniger Abstimmungsbedarf: Die Prognoseerstellung erfolgt grösstenteils automatisiert und datenbasiert, weshalb weniger Zeitaufwand dafür verwendet werden muss, einzelne Prognosewerte manuell zu erzeugen, zusammenzuführen und miteinander abzugleichen.
- Höherer Warenverfügbarkeit: KI-basierte Bestellvorschläge und dynamische Sicherheitsbestände ermöglichen optimale Warenverfügbarkeit
- Effizienterer Produktion: Präzise Bedarfsplanung für Rohstoffe und Komponenten
- Vereinfachter Logistik: Vorausschauendere Kapazitätsplanung für Lager und Transport
- Weniger Aufwand im End-to-End Prozess: Automatisierte Prozesse reduzieren manuelle Tätigkeiten erheblich – weniger Parametrisierungsaufwand für die Berücksichtigung verschiedener Prognosebestandteile, Wochenprofile, Saisoneinflüsse, Aktionsgeschäft, etc.
- Nachhaltigeren Beständen: Durch präzisere Prognosen sinken Überbestände – weniger Sicherheitsbestand, Kapitalbindung und Verschwendung dank besserer Prognosequalität
- Besserer Entscheidungsfindung: Dashboards und Echtzeit-Überwachung machen Engpässe, Risiken und Trends sofort sichtbar
Branchen mit unregelmässiger oder trendgetriebener Nachfrage können jedoch besonders stark von KI-Prognosen profitieren:
- Einzelhandel: In diesem Umfeld hat KI optimale Voraussetzungen, um seine Vorteile zu entfalten. Mit dynamischem Konsumverhalten sowie immer kürzeren Produktlebenszyklen kann Sie dafür sorgen, bessere Warenverfügbarkeiten und ein nachhaltigeres Bestandsmanagement zu gewährleisten.
- Lebensmittel & Getränke: Warenkorbanalysen, Berücksichtigung von MHD-Informationen und Verderbquoten, Kannibalisierungseffekte, Aktionsgeschäfte, Lieferengpassinformationen aus Lieferantenverhandlungen
Warum KI das Bestandsmanagement nachhaltig verändert
KI ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein grundlegender Wandel in der Art, wie Unternehmen planen und entscheiden. Sie macht widerstandsfähiger gegenüber Unsicherheiten und ermöglicht eine Agilität, die in dynamischen Märkten unverzichtbar ist. Das Ergebnis ist eine Supply-Chain-Planung, die in Echtzeit reagiert, Risiken früh erkennt und Bestände nachhaltig optimiert. Planer:Innen werden hier nicht durch KI ersetzt, sondern gestärkt. Sie gewinnen Zeit für strategische Aufgaben, während die Software operative Entscheidungen vorbereitet und dabei Handlungsalternativen aufzeigt. Unternehmen, die früh auf KI-basierte Prognosen setzen, verschaffen sich einen klaren Wettbewerbsvorteil – heute und in Zukunft.
Wie gross das Potenzial von KI für die eigenen Prognosen ist, lässt sich mit der kostenfreien KI-Prognose-Simulation von REMIRA anhand realer Unternehmensdaten prüfen. Dabei werden KI-Prognosen mit dem bisherigen Verfahren verglichen.
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Über REMIRA
REMIRA ist einer der führenden Anbieter intelligenter Supply-Chain- und Omnichannel-Commerce-Lösungen für Handels-, Logistik- und Industrieunternehmen aller Branchen. Mit 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro zählt das Unternehmen zu den grössten Softwareunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. REMIRA hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit KI-gestützten Cloudlösungen den technologischen Fortschritt ihrer Kunden zu fördern und damit deren wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen. Ob KMU oder grosser Konzern – REMIRA unterstützt ihre Kunden in den Bereichen Planung, Beschaffung, Supply-Chain-Optimierung und Commerce entlang der gesamten Wertschöpfungskette und darüber hinaus. Derzeit betreut das Unternehmen weltweit rund 1.500 Kunden und 8.000 Verkaufsstellen (POS). Hauptsitz von REMIRA ist Dortmund. Insgesamt gibt es weltweit 12 Standorte – davon vier in Deutschland.
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