Beitrag von Tobias Nordmann, Carpathia AG publiziert auf blog.carpathia.ch, welchen wir mit freundlicher Genehmigung publizieren.
Wie verändert KI den B2B-Einkauf – und wo bleiben bewährte Prozesse und der persönliche Kontakt entscheidend? Der B2B-Monitor 2026 zeigt, dass technologische Möglichkeiten auf unterschiedliche Bedürfnisse treffen und sich insbesondere grössere Unternehmen beim Einsatz von KI und Systemintegration deutlich abheben. Die aktuellen Ergebnisse geben spannende Einblicke in die Frage, wie B2B-Einkauf heute funktioniert.
Nicht jüngere Einkaufende, sondern vor allem grössere Unternehmen nutzen die Möglichkeiten der KI: 27% der Teilnehmenden gaben an, KI für die Produkt- und Lieferantensuche zu nutzen. Bei Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden sind es sogar 54%.

Gleichzeitig zeigt sich bei den Erwartungen an neue Technologien eine bemerkenswerte Zurückhaltung. Der diesjährige B2B-Monitor zeigt damit ein ambivalentes Bild: KI ist im B2B-Einkauf angekommen – aber längst nicht überall erwünscht.

Weitere zentrale Erkenntnisse
- Das Thema Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit zieht sich als roter Faden entlang der Customer Journey durch alle Umfrage-Resultate. So schätzen 96% der Teilnehmenden «Verfügbarkeit in Echtzeit» auf dem Onlineshop als wichtig oder eher wichtig ein.
- Wie KI spaltet auch das Thema Systemintegration das Sample stark entlang der Unternehmensgrösse. Bei den Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden bestellen 70% regelmässig oder gelegentlich aus dem eigenen System – bei den kleineren sind es nur gerade 19%.
- Projektorientierte Kunden kaufen eher beim Händler, produktorientierte eher beim Hersteller ein. 68% der Installateure und Systemintegratoren decken sich primär im Grosshandel ein – und nicht beim Hersteller.
- Differenzierung entsteht bei den Dienstleistungen, wobei der Faktor Mensch eine grosse Rolle spielt. So schätzen 92% den persönlichen Ansprechpartner als wichtig oder eher wichtig ein.
- Dabei ist klar, dass gute Services nicht nur ein Loyalitätsfaktor sind: Sie spielen indirekt auch eine wichtige Rolle bei der Akquise.
Alle weiteren Auswertungen und Daten finden Sie in der Publikation (Link zum kostenlosen Download unten).
B2B-Monitor 2026
Der B2B-Monitor 2026 liefert als zweite Erhebung zum B2B-Commerce aus Einkaufssicht aktuelle Einblicke in das Einkaufsverhalten von Unternehmen. Im Zentrum stehen dabei unter anderem Sourcing & Beschaffung, Bestellprozesse & Systeme sowie Aftersales & Services.
Die Befragung wurde von April bis Juli 2026 als Online-Erhebung durchgeführt. Die Stichprobe umfasst n=146, wobei ausschliesslich vollständige Beantwortungen ausgewertet wurden. Nicht am Einkauf beteiligte Personen wurden über eine Kontrollfrage ausgeschlossen.
Die Teilnehmenden stammen aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrössen. 50% arbeiten in Unternehmen mit 1–9 Mitarbeitenden, 28% in Unternehmen mit 10–49 und 19% in Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitenden. Die Befragten sind unter anderem Geschäftsführende, Projektleitende und Einkaufende.
Den B2B-Monitor 2026 mit allen Ergebnissen und Detailauswertungen können Sie hier kostenlos herunterladen.
Die vollständige Publikation zeigt, wie unterschiedlich B2B-Einkauf heute funktioniert – und wo Unternehmen zwischen technologischen Möglichkeiten, bewährten Prozessen und dem Wunsch nach persönlicher Interaktion die richtigen Prioritäten setzen sollten.

