Beitrag von Ahmet Gömleksiz, Post CH AG, welchen wir mit freundlicher Genehmigung publizieren.
Als langjähriger Partnerin des HANDELSVERBAND.swiss ist es der Post ein Anliegen, Sie als Mitglied über die jüngste Preiserhöhung offen und transparent zu informieren. Der Schweizer E-Commerce-Markt wächst weiter und verändert die Anforderungen an die Paketlogistik grundlegend. Kund:innen erwarten schnelle, zuverlässige, und flexible Lieferungen. Für Händler wird ein leistungsfähiges Paketnetz damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Die Post will als führende Paketdienstleisterin, Nr. 1-Partnerin des Onlinehandels und Grundversorgerin auch künftig die nötigen Kapazitäten und die erwartete Qualität sicherstellen. Dafür braucht es laufende Investitionen in Infrastruktur, Technologie, Services und Mitarbeitende. Vor diesem Hintergrund führt die Post ab 2027 einen Servicebeitrag von 2,5 Prozent auf nationalen Paketdienstleistungen für Geschäftskunden mit vertraglich vereinbarten Preisen ein.
Online-Bestellungen gehören für immer mehr Menschen zum Alltag. Dadurch steigt nicht nur das Paketvolumen, sondern auch der Anspruch an die gesamte Lieferkette. Die Zustellung muss planbar, nachvollziehbar und zunehmend individuell steuerbar sein. Für Händler ist die Zustell-Leistung direkt geschäftsrelevant: Sie beeinflusst die Lieferqualität, die Kundenzufriedenheit, die Wiederkaufsrate und den professionellen Auftritt gegenüber der eigenen Kundschaft.
Mit einem zuverlässigen Paketnetz liefert die Schweizerische Post die Grundlage für einen funktionierenden und erfolgreichen Onlinehandel. Sie stellt sicher, dass steigende Sendungsmengen auch in Spitzenzeiten zuverlässig verarbeitet und zugestellt werden können. Gleichzeitig schafft sie für Händler die Möglichkeit, mit der Nachfrage ihrer Kund:innen zu wachsen. Die Skalierfähigkeit unseres Netzes ist ein enorm wichtig für den Handel, der auf entsprechende Wachstumskapazitäten angewiesen ist.
Die Post als Nr. 1-Partnerin und Grundversorgerin
Die Schweizerische Post hat den Anspruch, die führende Paketdienstleisterin und verlässliche Partnerin des Onlinehandels zu sein. Als Grundversorgerin stellt sie in der ganzen Schweiz zu und ist täglich an rund sechs Millionen Haustüren präsent. Damit verbindet die Post nationale Reichweite mit hoher Zustellqualität und schafft die Grundlage dafür, dass Händler ihre Kund:innen in der Schweiz – aber auch über deren Grenzen hinaus – zuverlässig erreichen.
Um diesen Anspruch auch künftig einzulösen, muss die Post ihr Paketnetz laufend weiterentwickeln. Dazu gehören Investitionen in zusätzliche Kapazitäten, moderne Technologien, digitale Services, Prozessverbesserungen und Mitarbeitende. Konkret werden unter anderem die Sortierstandorte Frauenfeld und Urdorf erweitert sowie das Paketzentrum Härkingen ab 2030 um- und ausgebaut. Diese Investitionen ermöglichen es, die Kapazitäten für das prognostizierte Wachstum des Onlinehandels zuverlässig sicherzustellen und die Verarbeitung hoher Mengen zu bewältigen und die Servicequalität zu sichern.
Investitionen brauchen wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen
Diese Ausbauten finanziert die Post aus eigener Kraft. Gleichzeitig bleibt der Paketmarkt stark umkämpft sowie arbeits- und kostenintensiv. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Zustellqualität.
All diese Mehrkosten trägt die Post in wesentlichen Teilen selbst. Sie kompensiert diese durch Kostenstabilisierungsprogramme und umfassende Effizienzmassnahmen, wie sie zuletzt am 7. September 2026 kommuniziert hat.
Damit die erwartete Leistung auch künftig zuverlässig erbracht werden kann, müssen Investitionen, Effizienzsteigerungen und wirtschaftlich tragfähige Preise zusammenpassen. Der Preiserhöhungsbedarf ergibt sich aus dieser Entwicklung: Es braucht zusätzliche Mittel, um Kapazitäten auszubauen, Qualität zu sichern und so die Weiterentwicklung des Paketnetzes langfristig zu ermöglichen.
Transparenz statt versteckte Preisanpassungen
Vor diesem Hintergrund führt die Post per 1. Januar 2027 einen Servicebeitrag von 2,5 Prozent auf nationalen Paketdienstleistungen für Geschäftskunden mit vertraglich vereinbarten Preisen ein. Der Servicebeitrag wird transparent ausgewiesen. Er ist keine zusätzliche Einzelleistung und kein separat bestellbarer Service, sondern Teil der Preismassnahmen 2027.
Der Servicebeitrag ist deshalb kein isoliertes Preisthema, sondern Teil der Grundversorgung und einer vertrauensvollen Aufgabe: ein leistungsfähiges Paketnetz zu erhalten und weiterzuentwickeln, das den Anforderungen von Privat- und Geschäftskunden auch künftig gerecht wird – zuverlässig bestellt, zuverlässig geliefert.
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Ahmet Gömleksiz
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