Beitrag von Maik Donner, COSMO CONSULT, welchen wir mit freundlicher Genehmigung publizieren.
Künstliche Intelligenz verwandelt ERP-Systeme von reinen Verwaltungswerkzeugen in aktive Entscheidungshelfer. Was bedeutet das in der Praxis? Und vor allem: Wie finden Unternehmen den Einstieg?
Vom Datenspeicher zum digitalen Assistenten
Der Appetit kommt bekanntlich beim Essen. In der Digitalisierung gilt dasselbe: Die Begeisterung für moderne Technologie setzt häufig erst ein, wenn man mit ihrer Implementierung angefangen hat. Und je mehr Unternehmen aus moderner Technologie herausholen, desto höher werden ihre Erwartungen. Wurden Daten früher vor allem für Berichte erfasst, geht es heute um etwas anderes: Wissen soll in Echtzeit – im Tagesgeschäft – nutzbar gemacht werden.
Die neue Generation von Unternehmenssoftware zeichnet sich dadurch aus, dass sie in jeder Situation alle Mitarbeiter unterstützt, antizipiert und entlastet. Oder ist das nur eine Fantasie?
Prozesse, die nicht warten, bis jemand eingreift
Steigende Kosten liessen sich lange durch Produktivitätszuwächse kompensieren. Heute ist das schwieriger, denn zu viele Herausforderungen treffen gleichzeitig ein: Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme, Kostendruck. KI kann hier strukturell ansetzen, indem sie Produktionsabläufe verändert, Kosten dauerhaft senkt und fehlende Kapazitäten ausgleicht. Vieles davon ist bereits heute möglich, obwohl die Technologie noch am Anfang ihrer Entwicklung steht.
Ein zentraler Hebel ist die Integration von KI und KI-basierten Workflows in bestehende Systeme. Microsoft setzt dabei auf Copilot Agents und Copilot Studios, und damit auf Lösungen, die ERP, CRM und Analysewerkzeuge zu einer gemeinsamen Plattform verbinden. Daten werden gebündelt, Abläufe über mehrere Anwendungen hinweg automatisiert, Quellen systematisch ausgewertet.
KI fungiert als Assistent, der nicht nur auf Ereignisse reagiert, sondern vorausschauend handelt. Künstliche Intelligenz erkennt Engpässe, bevor sie entstehen, schlägt Alternativen vor, steuert Abläufe dynamisch um. Prognosen und Handlungsempfehlungen ersetzen das Reagieren auf Probleme durch das Vermeiden von Problemen. Der Mensch behält die Kontrolle und gewinnt Freiraum für das, was wirklich zählt: Kundenservice, Qualität, Innovation.
Flexibilität, die früher undenkbar war
Wer ERP-Systeme aus vergangenen Jahrzehnten kennt, erinnert sich: Einmal implementiert, waren Änderungen ein Projekt für sich. Heute ist das grundlegend anders. Moderne Systeme sind modular aufgebaut. Das bedeutet, einzelne Bereiche lassen sich anpassen, ohne die Integrität oder Updatefähigkeit des Gesamtsystems zu gefährden.
Prozesse basieren auf klar definierten Regeln, die sich individuell konfigurieren lassen. Individuelle Anpassungen sind auch kurzfristig möglich, ohne aufwändige Entwicklungsprojekte. Gerade für Fertigungsbetriebe ist das ein erheblicher Vorteil: Auf kurzfristige Änderungen und neue Anforderungen durch Marktentwicklungen lässt sich punktgenau und unmittelbar reagieren.
Was KI heute schon kann
Gemäss einer Studie der Implement Consulting Group haben bereits 62 % der Schweizer Unternehmen KI in mindestens einer Geschäftsfunktion eingeführt. Was dabei entsteht, sind praxiserprobte Anwendungsfälle.
Beispiel automatische Lieferantenerkennung: Ein Texterkennungs-Tool liest Rechnungen und Lieferscheine aus und überträgt die relevanten Daten direkt ins ERP-System. Es braucht weniger manuelle Eingaben. Dadurch entstehen weniger Fehler. Dadurch steigt die Profitabilität.
Ein weiteres Beispiel aus der KI-gestützten Ersatzteilsuche: In grossen Lagern identifiziert das System Bauteile per Bildanalyse und verknüpft sie automatisch mit dem passenden Artikel im Bestand. Oder im Vertrieb: Bei Ausschreibungen im Maschinen- und Anlagenbau analysiert KI Projektvorgaben und unterstützt dabei, individuelle Angebote zu erstellen – und das schneller und präziser als je zuvor.
Woran es noch immer hakt
Eine aktuelle Untersuchung der Implement Consulting Group zur Künstlichen Intelligenz in der Schweiz hat errechnet, dass durch die Einführung von KI in den nächsten zehn Jahren ein BIP-Zuwachs von 11 % zu verzeichnen sein wird. Das entspricht 80 bis 85 Milliarden CHF. Ein beeindruckender Wert. Doch es kann noch besser laufen.
KI benötigt moderne Unternehmenssoftware mit offenen Strukturen und eine belastbare Datenbasis. Informationen müssen unternehmensweit einheitlich, vollständig und strukturiert vorliegen, sonst bleibt selbst die beste KI wirkungslos.
Ebenso wichtig sind konkrete Anwendungsfälle. Unternehmen, die klar definieren, wo der grösste Hebel liegt, erzielen schneller messbare Ergebnisse. Und schliesslich die innere Haltung. Wer offen für Veränderung ist, Freude am Optimieren mitbringt und bereit ist, gewohnte Wege zu verlassen, holt aus KI deutlich mehr heraus als jemand, der sie mit großen Vorbehalten einführt.
Dabei muss niemand alles auf einmal umbauen. Die erfolgreichsten Projekte beginnen klein, mit einem überschaubaren Anwendungsfall, klaren Zielen und dem Mut, einfach anzufangen. Schritt für Schritt entsteht daraus eine Lösung, die wächst.
Fazit: Neugier ist der bessere Antrieb als Angst
KI ist eine Chance für mehr Effizienz, bessere Entscheidungen und neue Möglichkeiten, die heute noch schwer vorstellbar sind.
Die besten KI-Projekte entstehen aus echtem Interesse daran, Dinge besser zu machen.
Der erste Schritt beginnt mit einer Entscheidung: anzufangen. COSMO CONSULT kann dabei unterstützend wirken. COSMO CONSULT verbindet ERP-Kompetenz mit modernem E-Commerce-Know-how als der weltweit grösste inhabergeführte Microsoft-Partner, der Unternehmen auf dem Weg vom ersten Data Assessment über die Identifikation konkreter Anwendungsfälle bis zur erfolgreichen Skalierung begleitet.
COSMO CONSULT – digitale Lösungen für das Business von morgen
COSMO CONSULT zählt zu den international führenden Microsoft-Partnern für Unternehmenssoftware und Digitalisierungsberatung. Dank tiefgreifender Branchenexpertise, KI und Automatisierung entstehen durchgängige, massgeschneiderte Lösungen – mit Fokus auf strategischen Wandel und die Menschen, die ihn vorantreiben.

